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Übersicht

Nebenkosten kalkulieren

Beim Kauf oder Bau Ihrer neuen Immobilie fallen ständig neue Nebenkosten an. Diese sollten zunächst gründlich kalkuliert werden. Die zusätzlich anfallenden Kosten werden häufig unterschätzt und sind nicht in ihrer Höhe zu vernachlässigen. Dies erschwert die Baufinanzierung erheblich, da diese durch die Nebenkosten teurer wird. Denn die Kaufnebenkosten können die Summe für den Immobilienkauf um mehr als zehn Prozent erhöhen. Nebenkosten, wie Grunderwerbsteuer, Notarkosten sowie im gegebenen Fall Maklergebühren sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.

LOYALE FINANZ hat diese Nebenkosten für Sie analysiert und aufgelistet. Wie Sie sicherlich schon erkannt haben, ist der Einfluss der Nebenkosten nicht gering. Nebenkosten, wie die Grunderwerbsteuer und die Maklerprovision können tatsächlich bis zu ganze 16 Prozent ausmachen. Es macht durchaus einen Unterschied, in welcher Stadt der Kauf und Bau der Immobilie geplant ist.

Übersicht der Grunderwerbsteuer in den verschiedenen Bundesländern:

  • Baden-Württemberg 5,0 %
  • Bayern 3,5 %
  • Berlin 6,0 %
  • Brandenburg 6,5 %
  • Bremen 5,0 %
  • Hamburg 4,5 %
  • Hessen 6,0 %
  • Mecklenburg-Vorpommern 5,0 %
  • Niedersachsen 5,0 %
  • Nordrhein-Westfalen 6,5 %
  • Rheinland-Pfalz 5,0 %
  • Saarland 6,5 %
  • Sachsen 3,5 %
  • Sachsen-Anhalt 5,0 %
  • Schleswig-Holstein 6,5 %
  • Thüringen 6,5 %

LOYALE FINANZ hilft Ihnen dabei, den Überblick über die Nebenkosten zu schaffen, die beim Immobilienkauf die Finanzierung erschweren. Mit unserem Nebenkostenrechner können Sie ganz einfach und gemütlich bei Ihnen zu Hause diese Nebenkosten ermitteln.

Nachdem Sie mit unserem Nebenkostenrechner die zusätzlich anfallenden Kosten erfasst haben, können Sie bereits abschätzen, was die Kosten des eigenen Hauses beim Kauf beeinflussen. Unser Baufinanzierungsrechner ermittelt Ihnen als nächstes die Gesamtkosten inklusive des Zinssatzes Ihrer Finanzierung. Jetzt haben Sie einen groben Überblick, was Ihre Immobilie kosten wird. Wenn Sie sich unsicher sind, ob sich ein eigenes Haus oder eher eine Eigentumswohnung lohnt, machen Sie doch einen Vergleich mit unserem Mieten-Kaufen-Rechner. Durch LOYALE FINANZ können Sie die Ausgaben für die Miete den Kosten einer Finanzierung gegenüberstellen. So erfahren Sie, welche Option sich speziell für Sie lohnt.

Wir haben Ihnen eine Liste über die wichtigsten Einflussfaktoren erstellt, die Ihnen die Einschätzung der zusätzlich anfallenden Kosten erleichtern soll. Zu Grunderwerbsteuer, Notarkosten oder Maklerprovision und die Gebühren für den Grundbucheintrag können zusätzlich weitere Nebenkosten entstehen.


Nebenkosten beim Bau einer ImmobilieNebenkosten beim Kauf einer Immobilie
Grunderwerbsteuer3,5 bis 6,5% des Kaufpreises (fällt beim Bau nur auf die Grundstückskaufpreis an)3,5 bis 6,5% des Kaufpreises
ggf. Maklercourtage3 bis 6% des Kaufpreises (fällt beim Bau nur auf die Grundstückskaufpreis an)3 bis 6% des Kaufpreises
Notar- und GrundbuchCirka 2% des Kaufpreises (fällt beim Bau nur auf die Grundstückskaufpreis an)Cirka 2% des Kaufpreises
Baugenehmigung0,2% (sehr variabel)
Erschließungskosten30 bis 85 EUR pro m² (sehr variabel)
Baustrom, -wasser und -entsorgung500 bis 2.000 EUR (sehr variabel)
Versicherung (Bauherrenhaftpflicht und Bauwesenversicherung400 bis 1.000 EUR
Renovierungs- und ModernisierungskostenAbhängig von Zustand der Immobilie.

Wie kann ich mir sicher sein, dass keine weiteren Nebenkosten anfallen?

Beim Wechsel des Besitzers einer Immobilie fallen plötzlich Erschließungskosten als Nebenkosten an, womit Sie als Käufer nicht rechnen. Letztendlich sind Straße, Straßenlaterne, Kanalisation, Wasser-, Strom- sowie Gasleitungen angelegt. Jedoch ist es lukrativ zu prüfen, ob die Stadt diese Nebenkosten bereits abgerechnet hat. In einigen Fällen hat die Stadt ganze vier Jahre Zeit für die Abrechnung der Erschließungskosten. Somit kann Ihnen unerwartet Gebühren in vier- oder fünfstelliger Höhe abgerechnet werden, auch wenn Sie eine alte Bestandsimmobilie erworben haben. Das Makler-Exposé liefert Ihnen wichtige Informationen. Laut der Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV) § 10 Abs. 3 sollte dort vermerkt sein, inwiefern oder ob das Grundstück erschlossen ist. In manchen Kaufverträgen steht, dass der Verkäufer bereits alle Erschließungsbeiträge gezahlt hat. Es scheint, als wären alle Erschließungskosten beglichen und es seien keine mehr zu erwarten. Dies täuscht aber nur. Nach einem Besitzerwechsel der Immobilie ist meistens der Käufer verpflichtet, die Erschließungskosten zu zahlen, da der Verkäufer nur für die Nebenkosten aufgekommen ist, die ihm die Gemeinde bereits in Rechnung gestellt hat.

Wir haben Ihnen zu Ihrer Sicherheit eine Checkliste vorbereitet, um negative Überraschungen vorzubeugen:

  • Fragen Sie den Verkäufer oder Makler und lassen Sie sich alle Auskünfte und Bescheide über die Bau- und Nebenkosten vorlegen und lassen Sie sich detailliert über die Finanzierung der Immobilie informieren.
  • Sprechen Sie mit anderen, heimischen Anliegern.
  • Mitarbeiter der Gemeinde können zwar keine Auskünfte geben, in welcher Höhe die Erschließungskosten beglichen wurden, aber feststellen, ob die Erschließungskosten für das Grundstück bereits abgerechnet worden sind oder nicht. Erkundigen Sie sich in der Gemeinde, um mehr Klarheit zu gewinnen.
  • Stehen die Erschließungskosten noch offen, so können Sie über einen Preisnachlass auf den Kaufpreis verhandeln. Manchmal übernimmt der Käufer die Immobilien-Nebenkosten. Der Notar passt den Kaufvertrag für das Haus entsprechend an. Falls Sie die Kosten allein tragen, so passen Sie Ihre Baufinanzierung dementsprechend an.
  • Stellen Sie auch fest, ob künftig Baumaßnahmen an der Straße geplant sind. Auch die Erneuerung der Fahrbahndecken gehören zu den Nebenkosten von Immobilien. Hier kann die Stadt auch dem Immobilienbesitzer die Kosten für die Erneuerung in Rechnung stellen.

Laufende Nebenkosten

Die regelmäßigen Abgaben und Verbrauchskosten nach dem Immobilienkauf gehören zu den weiteren Nebenkosten, die für Sie zusätzlich zu den Erschließungskosten anfallen können. Diese weiteren Nebenkosten werden mit der monatlichen Kreditrate für die Immobilienfinanzierung abgerechnet. Die Höhe der Belastung ist je nach Haus oder Wohnung sehr variabel. Sind Sie Besitzer eines Eigenheims, zahlen Sie diese Erwerbsnebenkosten direkt an die Gemeinde und den zuständigen Unternehmen. Bei einer Eigentumswohnung zahlen Sie etwas mehr als gewöhnliche Mietkosten, da das sogenannte Hausgeld zusätzlich anfällt und nicht alle Nebenkosten auf die Mieter umlegbar sind. Wie empfehlen Ihnen deshalb mit Hilfe unserer speziell für Sie angefertigten Checkliste, sich vor dem Immobilienkauf einen Überblick über die Nebenkosten für das entsprechende Objekt zu verschaffen. Besonders die Heizkosten schwanken oft bei verschiedenen Immobilien.

Es ist durchaus vorteilhaft, wenn Sie vor dem Immobilienkauf eine Einsicht in die Unterlagen der Immobilie nehmen. Denn auch wenn einige Immobilien bei gutem Bauzustand wenig Energie benötigen, können andere Immobilien weniger lukrativ sein. Letztendlich tragen Sie die laufenden Kosten und müssen die Immobilienfinanzierung bedienen können.

Die im Folgenden aufgelisteten Kosten können zusätzlich bei einer Immobilienfinanzierung auf Sie zukommen:

  • Umzugskosten
  • Wasserversorgung
  • Müllbeseitigung
  • Grundsteuer
  • Wohngebäudeversicherung
  • Privathaftpflichtversicherung für Eigenheimbesitzer
  • Schornsteinfeger
  • Straßenreinigung
  • Abwasser
  • Heizkosten

Sollte das Objekt vermietet werden, können einige der Nebenkosten auf den Mieter umlegen.

Rücklagen bilden für weitere Nebenkosten

Im Laufe der Zeit werden die einen oder anderen Reparaturen und Maßnahmen für die Modernisierung fällig. Dafür sollten Eigentümer von Anfang an Geld beiseite legen. Empfohlen wird dabei bei einem Neubau etwa 0,50 EUR je Quadratmeter Wohnfläche monatlich zurückzulegen. Bei einer älteren Immobilie dagegen, vom aktuellen Zustand abhängig, ist einen Euro je Quadratmeter monatlich einzuplanen.

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